Finanzielle Unterstützung für den Verein TierTafel

Produktbereich: 18 Soziales
Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Für die Arbeit des Vereins Frankfurter TierTafel e.V. werden im Doppelhaushalt 2015/2016 Zuwendungen in Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Begründung

Seit April 2007 unterhält der Verein Frankfurter TierTafel e.V. eine Ausgabestelle in Frankfurt-Hausen. Der Verein wurde gegründet, um bedürftigen Menschen zu helfen, ihr Haustier zu behalten und artgerecht zu ernähren. Mit der Unterstützung durch kostenlose Futterspenden und sonstige Sachspenden sowie der Übernahme von Tierarztkosten soll vermieden werden, dass sich Bedürftige – überwiegend Rentnerinnen und Rentner oder Bezieherinnen und Bezieher von Hartz IV – von ihren geliebten Haustieren trennen müssen.

Die Frankfurter Ausgabestelle der Tiertafel wird seit ihrer Eröffnung sehr stark frequentiert und versorgt eine Vielzahl von Tieren. Hierzu werden monatlich etwa fünf Tonnen Katzen- und Hundefutter benötigt, die allein schon über 8.000 Euro kosten. Hinzu kommen weitere 3.000 Euro für zu begleichende Tierarztrechnungen.

Der Verein kooperiert mit anderen sozialen Organisationen aus den Bereichen der Bewährungshilfe, Behindertenhilfe und des Tierschutzes und arbeitet auch mit der Aids-Hilfe und den Frankfurter Sozialrathäusern sehr gut zusammen. Für alle diese Institutionen ist die Frankfurter Tiertafel zu einer zuverlässigen und mittlerweile unverzichtbaren Anlaufstelle geworden, wenn schnelle und unbürokratische Hilfe benötigt wird und die eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Trotz beständiger und intensiver Öffentlichkeitsarbeit und Spendensammlung, kann der Verein die steigende Nachfrage nicht mehr decken und muss zunehmend Hilfesuchende mit leeren Händen nach Hause schicken. Verschärft wird dies durch die Tatsache, dass Tiernahrungsketten infolge der Wirtschaftskrise das Futter im Verkauf reduzieren – so dass die Tiertafel kaum noch abgelaufenes Futter erhält; früher eine wichtige Quelle für die Versorgung.

Unbestritten ist, dass Haustiere Depressionen, die unter Langzeitarbeitslosen und älteren Menschen stark verbreitet sind, abmildern oder sogar verhindern können. Medizinische Studien weisen auf positive Effekte der Haustiere bei beginnender Demenz hin. Eine Studie der Uni Bonn belegt, dass Hunde und andere Haustiere bei Langzeitarbeitslosen für eine höhere soziale Integration und eine geordnete Tagesstruktur sorgen. Mit Hartz IV oder Altersarmut geht auch eine soziale Verarmung einher. Die Vorstellung, in so einer Situation auch noch die geliebte Katze oder den treuen Hund hergeben zu müssen, weil man die Kosten für das Futter oder den Tierarzt nicht mehr aufbringen kann, ist für die meisten Menschen ein echter Albtraum. Gerade für ältere Menschen, die von geringen Renten leben müssen, ist das Haustier oft der letzte Ansprechpartner und der einzige „soziale“ Kontakt.

Antragsteller*innen

  • Stadtv. Carmen Thiele
  • Stadtv. Dominike Pauli
  • Stadtv. Lothar Reininger
  • Stadtv. Luigi Brillante
  • Stadtv. Martin Kliehm
  • Stadtv. Merve Ayyildiz
  • Stadtv. Dr. Peter Gärtner
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