Girls’Day: Mehr Frauen in die Politik!

Girls'Day

Einen Blick hinter die Kulissen der Politik wird es im dritten Jahr in Folge für Schülerinnen ab 14 Jahren im Rahmen des Mädchenzukunftstags Girls’Day geben. Die ELF Piraten Fraktion im Römer lädt den politisch interessierten Nachwuchs am 27. März 2014 zu einem Planspiel ein. Das Interesse ist groß. „Wir freuen uns über die große Nachfrage der Mädchen an unserem Programm. Leider können wir der großen Zahl an Bewerbungen nicht nachkommen“, erklärt Anne Peffeköver, Geschäftsführerin der ELF Piraten Fraktion und für das Projekt verantwortlich. „Wir haben 20 Plätze für unser Planspiel, die bereits weit vor dem Termin vergeben waren. Keine der anderen Fraktionen im Römer bietet ein so großes Programm zum Girls’Day an.“

Die ELF Piraten betonen, dass es auch 2014 noch wichtig ist, sich speziell für Mädchen einzusetzen. Sie haben im Durchschnitt eine bessere Schulbildung als Jungen, entscheiden sich aber viel seltener für Berufe in den Naturwissenschaften oder auch für ein Engagement in der Politik: Frauen sind in der Politik mit knapp 33% kommunaler Mandate und 36% im Bundestag über alle Ebenen hinweg unterrepräsentiert. Das muss sich ändern.

Die Fraktionsmitglieder werden mit den Teilnehmerinnen am Girls’Day ein Planspiel umsetzen. Jede kann sich eine fiktive Fraktion aussuchen und die Parteimeinung zu drei Anträgen gegenüber den anderen Fraktionen in den (fiktiven) Ausschüssen und in der Plenarsitzung vertreten, die im Plenarsaal der Stadtverordnetenversammlung stattfindet. „In unserem Planspiel lernen die Mädchen, wie Politik praktisch funktioniert. Wir wollen sie damit zum Mitmachen animieren, auch unabhängig von dem Projekttag“, so der Fraktionsvorsitzende Martin Kliehm. „Die Piraten in Berlin haben das Planspiel entwickelt und bereits sehr positive Erfahrungen damit gesammelt. Wir sind gespannt, wie es die Teilnehmerinnen bei uns annehmen.“

Zusätzlich zum Planspiel wird auch Julia Reda, die Spitzenkandidatin der Piraten für die Europawahl, anwesend sein und den jungen politisch Interessierten Rede und Antwort zum Europaparlament geben. Tina König, ehemaliges Vorstandsmitglied der Jungen Piraten, stellt außerparlamentarische Aktionsformen vor. Da die ELF Piraten Fraktion selbst leider keine weiblichen Stadtverordneten hat, stoßen am Nachmittag zwei Mandatsträgerinnen aus den Fraktionen der Grünen und der Linken im Römer hinzu, die am Girls’Day eigene, wenn auch viel kleinere Projekte anbieten. „Auch bei unserer Fraktion gibt es Nachholbedarf, weswegen wir kürzlich einen Antrag für mehr Diversität und Geschlechtergerechtigkeit bei den Kandidaturen zur Kommunalwahl 2016 vorgelegt haben“, fasst Kliehm zusammen.

Den Girls’Day gibt es seit 2001. Seither haben mehr als 1,3 Millionen Mädchen daran teilgenommen. Damit ist der Mädchenzukunftstag das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Am Girls’Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Oder sie erhalten Einblicke in Wirtschaft und Politik.

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